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  Verbindung zwischen Asthma und aufsteigender Feuchtigkeit gefunden

Meldung von: The World Today - ABC ONLINE
Titel: The World Today - Link found between rising damp and asthma

ELEONOR HALL: Asthma-Experten sind besorgt über die zunehmenden Fälle von aufsteigender Feuchtigkeit in den australischen Wohnhäusern und den damit verbundenen Risiken, die insbesondere die an Asthma Leidenden betrifft. Das Königlich Australische Institut für Architekten hat eine landesweite Befragung durchgeführt, die zutage förderte, dass Süd-Australien die höchste Rate an Gebäuden aufweist, die von aufsteigender Feuchte betroffen sind.

Australien hat eine der höchsten Asthma-Raten mit weltweit mehr als 2 Millionen Betroffenen. Die neuen Ergebnisse veranlassten die "Australische Asthma Gesellschaft von Victoria", eine Gesundheitswarnung herauszugeben.

Der Leiter der Gesellschaft, Robin Ould, teilte Tanya Nolan mit, dass der Grad an aufsteigender Feuchtigkeit in einem Wohnhaus in vielen Fällen Asthmaanfälle bei einigen Asthmakranken auslösen könne.

ROBIN OULD: Asthma kann bei einer großen Anzahl von Personen Staubmilben, Pilze, Sporen und Pollen ausgelöst werden. Wenn man also in einer Wohnumgebung lebt, die Schimmel bildet oder schimmelig wird und Staubmilben beherbergt und für eine Vermehrung dieser geeignet ist, besteht die Möglichkeit für Personen mit Asthma, dass ihr Asthmaleiden im eigenen Haus ausgelöst wird.

TANYA NOLAS: Kann dies einen Asthmazustand verschlimmern oder kann dadurch sogar ein gefährlicher Asthmaanfall ausgelöst werden?

ROBIN OULD: Es kann beides. Es verschlimmert den Asthmazustand bei einer Person und kann Anfälle auslösen, die potentiell sehr gefährlich sein können.

TANYA NOLAN: Was können Sie über die zunehmende Anzahl von Architekten, die über aufsteigende Feuchte in Häusern berichten, sagen?

ROBIN OULD: Nun, ich denke es ist eine interessante Untersuchung, die von den Architekten durchgeführt wurde. Bei dieser Untersuchung wurden ungefähr 65.000 Häuser in ganz Australien begutachtet, und es zeigte sich, dass in bis zu 30 % dieser Häuser die horizontale Feuchtesperre durchlässig geworden war. Somit können diese Gebäude - besonders die aus dem späten 19. Jahrhundert und dem frühen 20. Jahrhundert - Schaden erleiden. Als Nebenwirkung kann die Lebensqualität für Personen mit Asthma in diesen Gebäuden herabgesetzt werden.

TANYA NOLAN: Es scheint also eine der üblichen Gesundheitsrisiken für Asthmakranke zu sein?

ROBIN OULD: Ich denke so. Wenn wir über Asthma nachdenken, dann ist die äußere sowie auch die innere Umgebung von großer Wichtigkeit. Es gibt 101 verschiedene Auslöser für Personen, die an Asthma leiden. Dies kann sehr unterschiedlich sein, wie beispielsweise ein Wohnwechsel von heißen Temperaturen in kalte, durch Air Condition gekühlte Räume. Ängste, Grippe, Staubmilben, Speiseallergien - es gibt eine Menge von verschiedenen Auslösern, aber diese Eine streckt ihren Kopf heraus und wir befassen uns diese Woche damit.

TANYA NOLAN: Es gibt also eine Menge zu tun. Ist es nun wirklich der Fall, dass Asthmakranke aus ihren feuchten Häusern ausziehen müssen?

ROBIN OULD: Nein, ich glaube es gibt zwei verschiedene Lösungen.

Die Erste ist, mit einem Architekten zu sprechen, um das Problem in den Griff zu bekommen - und es gibt eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen, die das Problem auf lange Sicht lösen können.

Aber die Leute sollten darauf achten, dass routinemäßig Schimmel und Milben beseitigt werden. Ebenso sollte auf regelmäßige Staubentfernung geachtet werden. Mit anderen Worten, die Bewohner müssen sich von all jenen Faktoren befreien, die ihr Asthma verschlimmern könnten.

ELEONOR HALL: Robin Ould ist der Leiter der Asthma Gesellschaft von Victoria. Er sprach mit Tanya Nolan.

Den Original-Artikel können Sie in englischer Sprache hier lesen:
http://www.abc.net.au/worldtoday/content/2004/s1126379.htm

© 2005 Australian Broadcasting Corporation

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